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Krankenhausbesuchdienst

Ausflug des Krankenhausbesuchsdienstes

Am Sonntag, den 11. September haben wir unseren Jahresausflug gemacht, Ziel war Es Calderers und ein anschließendes leckeres Essen in einem typisch mallorquinischem Restaurant. Eigentlich ganz unspektakulär, aber fröhlich, mit Zeit zum Schauen und Erzählen, mal Zeit für die, die sich sonst für andere Zeit nehmen!

An dieser Stelle ein ganz großes Danke-Schön für alle Mitarbeiterinnen. Für alles Besuchen und Begleiten, oft Woche für Woche,
sowohl für Touristen, die sich meist ganz unverhofft im Krankenhaus finden, wie auch für Residenten, die sich Sorgen um die Zukunft machen: Da-Sein, Hören, Mit-fühlen.




Der Krankenhausbesuchsdienst bildet einen wichtigen Bestandteil der diakonischen Arbeit in unserer deutschsprachigen Gemeinde auf den Balearen. Er besteht aus mehreren ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen, die in allen staatlichen und in vielen der privaten Krankenhäuser deutschsprachige Patienten besuchen.

„Unser Dienst ist einfach wichtig, weil wir den Menschen Zeit für Gespräche schenken können, die das Pflegepersonal nicht aufbringen kann“, erklärt Ingrid Novotny-Stuke. In vielen Fällen haben Patienten und Pflegepersonal auch ein Verständnisproblem, weil sie nicht die gleiche Sprache sprechen. Umso mehr freuen sich die Patienten über ein Gespräch in ihrer Muttersprache. Dabei geht es für den Besuchsdienst vor allem um Zuhören und Mitfühlen.
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… und niemand hat mich besucht (?!)

 Ein trauriger Satz, manchmal auch zornig und enttäuscht. Keiner interessiert sich für mich, keiner merkt, dass ich nicht mehr zu Hause bin, ich bin unwichtig, unbedeutend, EINSAM.
 … und niemand hat mich besucht!
Ist ein Satz aus der Bibel, Jesus sagt ihn als Gleichnis zu seinen Zuhörern, und erhält prompt die Antwort:
„aber - wann haben wir dich denn krank gesehen oder gefangen (DICH hätten wir natürlich besucht, das wäre uns doch aufgefallen)

 Ich sage Euch, was ihr nicht getan habt einem der geringsten meiner Brüder, das habt ihr mir nicht getan!
Aus diesen Sätzen spricht der urchristliche Auftrag, sich zu kümmern: um Durstige und Hungernde, um Fremde und Bedürftige, um Kranke und Gefangene! 
Auf Mallorca gibt es zwei Besuchsdienste, die von der Katholischen und der Evangelischen Kirchengemeinde getragen werden:
der Krankenhaus- und der Gefangenenbesuchsdienst
Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Krankenhausbesuchsdienstes z. B. gehen mindestens einmal wöchentlich in die Krankenhäuser der Insel und besuchen deutschsprachige Patienten – Touristen und Residenten, junge und ältere Patienten. Wer so krank ist oder einen Unfall hatte, ist erst einmal „aus der Bahn geworfen“. Oft kommen noch Sprachschwierigkeiten dazu – an den elementaren Grenzen des Lebens, wenn es um Gefühle, Befürchtungen, Schmerz geht, braucht man Menschen, die zuhören können – und die meine Muttersprache sprechen. Ich kann vielleicht ein bisschen spanisch sprechen, aber ich werde nie spanisch weinen können, Worte für mein Fühlen oder die Ängste finden! Darum ist es so wichtig, dass sich in den Gemeinden Menschen für diese Dienste gefunden haben! Der Gefangenbesuchdienst besucht monatlich deutschsprachige Insassen in Palma.
Zur qualifizierten Begleitung von Menschen in solchen Krisensituationen gehören regelmäßige Treffen, um sich auszutauschen – und dazu gehört auch eine jährliche Fortbildung, die dieses Jahr in der letzten Woche stattgefunden hat:
 
Unter Pastor Reinhard Vetter, Supervisor und Leiter der Hauptstelle für Lebensberatung i. R. der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers hatten Themen rund um die Ausnahmesituationen von Kranksein und Verlust, von vielleicht sterben müssen, bzw. ausgeliefert sein, gefangen sein, eigene Ängste und Befürchtungen Zeit und Raum.
 
Diese Fortbildungen ermöglichen zum einen die qualifizierte Begleitung von Menschen in Krisensituationen, sie bereichern aber auch die eigene persönliche Entwicklung. Herzlicher Dank an Reinhard Vetter, aber auch an alle Mitglieder der beiden Besuchsdienstkreise, die sich intensiv eingebracht haben!
 
Wenn Sie einfach nur mehr erfahren möchten, aber auch wenn Sie sich persönlich für diese Arbeit interessieren  und bereit sind, an regelmäßigen Treffen teilzunehmen und sich fortbilden zu lassen,
melden Sie sich bei mir im Pfarramt!
Ausflug Krankenhausbesuchsdienst
 
… da waren’s nur noch sechs… Und trotzdem schön!
Ein Danke-Schön für alle engagierten Mitarbeiterinnen des Krankenhausbesuchsdienstes sollte dieser Ausflug sein, aber auch lange Planungen schützen nicht vor Unvorhergesehenem: dass jemand krank wird, oder ganz überraschend wichtigen Besuch bekommt, arbeiten muss oder eine Familienfeier in Deutschland ist – jedenfalls konnten von uns zwölf Mitgliedern dann doch nur sechs am Ausflug nach Sóller teilnehmen.
In Palma haben wir an der Placa d’Espana zuerst gemeinsam gefrühstückt, um dann bei strahlendem Sonnenschein mit der Historischen Eisenbahn nach Sóller zu fahren.

In Sóller befindet sich das Can Prunera, innen und außen ein beeindruckendes Zeugnis des Jugendstils auf Mallorca.
Gestärkt mit leckerem frischen Eis aus der Sa Fabrica de Gelats sind wir anschließend mit der historischen Straßenbahn in den Port de Sòller gefahren, haben an der Promenade gebummelt und lecker gegessen. Zurück ging es wieder „historisch“ auf harten Bänken durch wundervolle An- und Aussichten.

 
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